• lessy4

Eine Geschichte...

Aktualisiert: 13. Feb. 2021

Folgendes ist passiert:

Da war ein großer Meister, ein buddhistischer Meister, Nagajurna. Ein Dieb kam zu ihm. Der Dieb verliebte sich in den Meister, weil niemals zuvor eine so wunderschöne Person gesehen hatte, solch unendliche Anmut. Er Fragte Nagajurna: " besteht für mich ebenfalls die Möglichkeit zum Wachstum? Aber zuerst muss ich dir folgendes deutlich sagen: Ich bin ein Dieb. Und weiter: Ich kann das Stehlen nicht aufgeben, also mach dies bitte nicht zu einer Bedingung. Ich werde tun was immer du verlangst, aber ich kann nicht aufhören ein Dieb zu sein. Ich hab dies viele Male versucht - es hat nicht geklappt, deshalb hab ich die ganze Sache aufgegeben. Ich habe mein Schicksal akzeptiert, dass ich ein Dieb sein und ein Dieb bleiben werde, also sprich bitte nicht darüber. Lass dies von Anfang an klar sein."

Nagajurna sagte: "Warum hast du solche Angst? Wer wird denn darüber reden, dass du ein Dieb bist?"

Der Dieb sagte: "Wann immer ich zu einem Mönch, zu einem religiösen Priester oder einem religiösen Heiligen gehe, sagen diese: "Zuerst hör mit dem Stehlen auf."

Nagajurna lachte und sagte:"Dann musst du zu Dieben gegangen sein; andernfalls, warum? Warum sollten sie darüber besorgt sein? Ich bin nicht besorgt!"

Der Dieb war sehr glücklich. Er sagte: Dann ist es okay. Es scheint als könnte ich jetzt ein Schüler werden.. Du bist der richtige Meister."

Nagajurna akzeptierte ihn und sagte: "Du kannst nun gehen und tun was immer dir beliebt. Es gibt nur eine Bedingung zu befolgen: sei bewusst! Geh und breche in Häuser ein, dringe ein, nimm Dinge, stehle; tu was immer du möchtest, es geht mich nichts an, ich bin kein Dieb - aber tue es mit vollen Bewusstsein."

Nagajurna Hills

Der Dieb verstand nicht, dass er in eine Falle getappt war. Er sagte: Dann ist alles in Ordnung.Ich werde es versuchen."

Nach drei Wochen kam er zurück und sagte: "Du bist betrügerisch - denn wenn ich bewusst werde, kann ich nicht stehlen. Wenn ich stehle, verschwindet die Bewusstheit. Ich sitze in der Klemme."

Nagajurna sagte:"Kein Gerede mehr über Dieb sein und stehlen. Ich bin nicht besorgt; Ich bin kein Dieb. Du entscheidest jetzt! Wenn du Bewusstheit möchtest, dann entscheidest du das. Wenn du es nicht willst, dann entscheidest auch du."

Der Mann sagte:"Aber nun ist es schwierig. Ich bin auf den Geschmack gekommen, und es ist so wunderschön - ich werde alles sein lassen, was auch immer du sagst. Zum ersten Mal war ich in jener Nacht in der Lage in den Palast des Königs einzudringen. Ich öffnete den Schatz. Ich hätte der reichste Mann in der Welt werden können - aber du bist mir gefolgt und ich musste bewusst sein. Als ich bewusst wurde, plötzlich - keine Motivation, kein Verlangen. Als ich bewusst wurde sahen die Diamanten wie Steine aus, gewöhnliche Steine. Verlor ich die Bewusstheit lag der Schatz wieder vor mir. Und ich wartete und ich tat dies viele Male. Wenn ich mir bewusst wurde , wurde ich wie ein Buddha, und ich konnte die Steine nicht mal anfassen, weil die ganze Sache dumm und albern wirkte - einfache Steine, was tue ich hier? Ich riskiere mein Leben für gewöhnliche Steine? Aber wenn ich die Bewusstheit verlieren würde, würden die Steine wieder wunderschön, die ganze Illusion. Letztendlich entschied ich mich, dass sie es nicht wert sind.


(Quelle: awareness - the key of living in balance, 2001 by osho international foundation)


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