Eine Meditationsanleitung zur Atemmeditation

Eine wunderbare Form der Meditation ist die Konzentration auf den Atem.

 

Jeder von uns atmet und das ganz von selbst, wir müssen nichts aktiv dafür tun. Doch das ist uns die meiste Zeit überhaupt nicht bewusst. Wir nehmen dies im Alltag gar nicht wahr. Uns fehlt die Wertschätzung für unseren tollen Körper, der uns diese menschliche Erfahrung erst ermöglicht.

Unser Atem ist die Verbindung zwischen unserem Körper und unserer Seele, dem göttlichen.

Bei dieser Meditationsform ist unser Atem unser Meditationsobjekt. Daher ist diese Meditationsform auch sehr gut für den Alltag geeignet. Du kannst diese Form in deinen Alltag einbauen, ob es nun im Arbeitsalltag oder im Privaten ist.

Atemmeditation für zu Hause:

Schaffe dir ein Zeitfenster für dich allein und wähle einen Platz aus, an dem du ungestört bist und dich auf dem Boden legen kannst.

Als Unterlage empfehle ich dir eine Yoga-Matte , eine Wolldecke oder eine Isomatte.

Nun lege dich mit dem Rücken auf deine Unterlage, die Arme seitlich, leicht vom Körper entfernt ablegen und die Beine leicht gespreizt. Liege ganz entspannt und locker. Komm an deinem Platz an.

Nun spüre zuerst wo dein Körper den Boden berührt. Nimm den Druck an den Fersen wahr, weiter zu den Waden, dem Gesäß usw, bis du bei deinem Hinterkopf angelangt bist.

Lege eine Hand ganz sanft auf deine Bauchdecke. Fühle einige Male, wie sich deine Bauchdecke mit der Atmung hebt und senkt.

Nimm die Qualität deines Atem wahr. Wie atmest du in diesem Augenblick? Flach, tief, schnell, langsam, hastig? Verändere deinen Atem nicht bewusst, nur wahrnehmen. Der Atem sagt schon viel über deinen momentanen körperlichen und geistigen Zustand aus.

Jetzt lenke deine Wahrnehmung auf das Ein- und Ausströmen der Atemluft unterhalb der Nasenlöcher.

Einatmung:   Spüre die kühle, frische Luft

Ausatmung:  Spüre die warme, verbrauchte Luft

Du kannst folgende Sätze in Gedanken hinzufügen:

Während der Einatmung: Ich atme ein

Während der Ausatmung: Ich atme aus

Die Sätze helfen dir, die Wahrnehmung auf deinen Atem zu halten und nicht in Gedanken abzuschweifen.

Wenn du merkst, dass du gedanklich abschweifst, dann ärgere dich nicht, sondern bringe dich sanft zurück zu deinem Atem, in dem du dir die Sätze wieder sagst.

Wenn du noch ungeübt bist, kannst du mit 10 Wiederholungen beginnen.

Gezählt wird wie folgt:

Als 1 Wiederholung ist ein geschlossener Atemzyklus zu vertsehen.

Ich atme ein - ich atme aus - 1

Ich atme ein - ich atme aus - 2

usw.

Diese einfache Meditationsform bringt dich wieder wundervoll in Verbindung mit dir.

Atemmeditation für jeden Ort:

Du kannst die Meditationsform auch in abgewandelter Form überall anwenden. Denn dein Atem hast du immer dabei :-).

Auf deinen Atem kannst du dich im Sitzen, im Stehen oder im Liegen konzentrieren. Auch der Ort spielt keine Rolle.

Egal wo du bist, halte kurz inne und nimm deinen Atem für ein paar Atemzyklen bewusst wahr.

Als Beispiel mal im Büro:

Halte einen Kurzen Moment inne.

Setze dich aufrecht hin.

Lege deine Handflächen auf deine Oberschenkel und spüre was du fühlst.

Nimm deinen Atem nach o.g. Anleitung wahr. Es müssen keine 10 Zyklen sein.

Wenn du dies regelmäßig in deinen Alltag einbauen kannst, wirst du Veränderungen bemerken.

Atemmeditation

Und hier noch eine angeleitete Atemmeditation als mp3: